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Fähren Schöna - Obervogelgesang ab gelten die deutschen Km
Fähre Schöna - Herrnskretschen Km 1,961
Km 107,9 auf d.Tschech.Seite
Am Km 107,8 re.Elbufer mündete der " Kamnitzbach ".
1910,so berichtet die Amtshauptmannschaft Dresden dem königl. Ministerium des Inneren, verkehren zwischen Schöna und Herrenskretschen 3 Fähren.
- eine sächsische Kahnfähre in Schöna
- eine österreichische Kahnfähre in Herrenskretschen
- und eine gemeinsame Dampffähre in Herrenskretschen
Als Eigentümer oder Inhaber der Fährgerechtigkeit von Schöna und Herrenskretschen wird in den hiesigen Akten der Fährmeister bezeichnet. Von einer staatlichen Verleihung oder Konzession ist jedoch selbst in den ältesten Akten nichts erwähnt.
Nach einer Mitteilung des Amtsgerichts Schandau aus dem Jahre 1876 ist auf dem Grundstück des damaligen Fährmeisters Protze das Recht zur Überfahrt als Realrecht , wie vermutet wurde , nicht eingetragen. Wohl aber ist in einem Kaufvertrage vom 12.Februar 1854 dieses Recht als " durch Verjährung bestehend " bezeichnet. Es dürfte also Ersitzung vorliegen .
In der vom königlichen Ministerium für Finanzen mit Verordnung vom 27.Mai 1885 genehmigten Fährordnung ist betont, daß sich die Fähre Schöna - Herrenskretschen im Privatbesitz befindet und sich lediglich auf das Übersetzen von
Personen von dem linken ( sächsischem ) Ufer zu dem rechten ( österreichischem ) Ufer und nicht umgekehrt beschränkt , aber die Eigenschaft einer öffentlichen Kahnüberfahrt habe.
Die Fährberechtigung von Herrenskretschen - Schöna wird von der Fürstlich Clary`schen Domänenverwaltung zu Binsdorf ( Böhmen ) in Anspruch genommen. Das östereichischischerseits eine Fährgerechtigkeit besteht, ist im Jahre 1887 von der Amtshauptmannschaft und dem Straßen- und Wasserbauamt mit Rücksicht auf den seit urdenklichen Zeiten tatsächlich bestehenden Zustand auch anerkannt worden.
In der von der k.u.k. Bezirkshauptmannschaft Tetschen unter dem 24.Mai 1888 aufgestellten Fährordnung ist betont, daß sich das Recht auf das Übersetzen von Personen nur vom rechten nach dem linken Elbufer ( und nicht umgekehrt ) beschränkt.
Im Jahre 1892 hat das Königliche Finanzministerium mit der Verordnung vom 17.August - Nr. 1442 Strb.-Reg ./92 - unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs dem damaligen Fährmeister Wilhelm Meyer in Schöna, welcher das Protzesche Grundstück samt Fährrecht käuflich erworben hatte, und der Fürstlich Clary`schen Domänenverwaltung zu Binsdorf zu dem Betriebe einer gemeinschaftlichen Elbfähre zwischen Schöna - Herrenskretschen mittels eines Schraubendampfers ( " International " 25 PS )nach Maßgabe der aufgestellten Fährordnung von seinem Standpunkte aus Genehmigung erteilt ¹.
Die drei Schönaer Fähren wurden noch 1910 von der Witwe des Wilhelm Meyer, Emilie Meyer in Schöna , die auch das Clary`sche Fährrecht gepachtet hatte, durch ihren Fährmeister Anton Grützner betrieben. 1913 wurde die Dampffähre " International II " in Dienst gestellt. Der Grützners Nachfolger, Fährmeister D.Wilde, gab dieser Fähre dann den Namen " Grete " .
1945 wurden die Fähren eingestellt. Auf tschechischer Seite bereits 1930.
¹ HstA. Min.f.Fin. 10851 S 117-124
Die letzte Aktualisierung erfolgte am 25.11.2011
Die Zeit nach 1945 ist Arbeit.
Dampffähre um 1910
Hier der Fährdampfer " International "
Postkarte Sammlung K.Stein Dresden
Motorfähre um 1915
Postkarte Sammlung K.Stein Dresden
Motorfähre " Grete " 1935.
Postkarte Sammlung K.Stein Dresden
Motorfähre " Kaiserkrone ".
Foto K.Stein Dresden 2007
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